Zu unseren

Einrahmungen und Passepartout



Saure Seiten
- Keine Einheit für Kartonqualität -


Kaum ein Material bietet eine solche Vielfalt und derartige Qualitätsunteschiede in der Einrahmung wie das Passepartout.

Immer neue Passepartoutkreationen überraschen mit ihrer Gestaltung von der farblichen Vielfahlt bis zur Oberflächenstruktur und verschieden Arten des Ausschnitte. Es gibt vier Aufgaben, für die das Passepartout zuständig ist:



1.   Das Kunstwerk zu unterstützen und schützen: Das Passepartout oder eine Kombination davon, verhindert, dass das Kunstwerk mit dem Glas in Berührung kommt, es hält es ggf. flach und es schützt es vor Verunreinigungen.

2.   Die Bildgröße bestimmen: Passepartouts können eingesetzt werden, um Bereiche des Einrahmungsgutes abzudecken oder ein Kunstwerk zu vergrößern.

3.   Das Kunstwerk in seiner Wirkung steigern: Durch einen Abstand zwischen Kunstwerk und Rahmen lenkt ein Passepartout in einer passenden Farbe die Aufmerksamkeit des Betrachter auf das Kunstwerk.

4.   Ein Medium für Dekoration und Beschriftung: Es können Linien gezogen oder Prägungen getätigt werden. Beschriftungen auf dem Passepartout sind ebenfalls möglich.

Der Schutz des Einrahmungsgutes steht aber weiterhin an erster Stelle. Um ihn handelt es sich auch, wenn man über die Qualitätsunterschiede des Passepartouts diskutiert. Sie sind im wesentlichen für Originale von Bedeutung. Die Vielzahl, aber gerade die einfachen Passepartouts und ihre immer weiteren Entwicklung zeigt, das der Markt vor allem von der Dekorationsseite der Einrahmung lebt. Die Qualität spielt weniger eine Rolle, sondern die Lichtbeständigkeit der Farben. Bei der Möglichkeit der Passepartoutgestalltung sind keine Grenzen gesteckt.
Bei einem Original jedoch steht immer noch das Kunstwerk im Vordergrund. Dieses soll nicht von einer Dekoration erdrückt werden. Seine Erhaltung soll gesichert werden, soweit dies bei einer gerahmten Präsentation möglich ist.

Passepartout bezeichnet man auch als Achivqualität, Museumskarton oder Conservation Board.
Die Kategorien als Richtschnur

Ein sehr hilfreiches Kriterium ist die Frage, woraus das Passepartout überhaupt produziert wurde.

1.   Baumwolle: Dieses bietet die Basis für höchste Qualität, da Baumwolle im Gegensatz zu Holz weder Lignin noch Säurebestandteile enthält. Dieses wird meistens im Museen eingesetzt. Der Begriff Baumwolle taucht nicht immer auf. Es kann auch von Hadern oder Linters gesprochen werden. Den Rohstoff für alle anderen Passepartouts ist Holz. Die Eigenschaften der Kartons hängen davon ab, wie gut der Rohstoff von Bestandteilen wie Lignin befreit wurde. 2.   Alpha-Cellulose: Bei dieser Qualität ist das ursprüngliche Rohmaterial Holz weitgehend aufgeschlossen und von Lignin und säurebildenden Substanzen befreit. Diese Kartons sind sehr hochwertig und für die Rahmung von Kunst einsetzbar. 3.   Die übrigen Qualitäten: Neben den Kartons aus Baumwolle bzw. Alpha-Cellulose gibt es noch eine Vielzahl anderer Qualitäten. Diese lassen sich nicht in einem Begriff zusammenfassen. Sie sind nicht weitgehend vom Lignin und säurebildenden Bestandteilen gereinigt. Für eine konservierende Einrahmung scheiden sie daher aus und sind auf den dekorativen Bereich beschränkt.

Der Begriff "Museumsqualität" bedeutet grundsätzlich eine Qualität, die für die konservierende Einrahmung einsetzbar ist. Bei den Herstellern sollte man dieses Hinterfragen, da nicht alle Hersteller und Lieferanten das mit Baumwollkartons gleichsetzen.

Für die konservierende Einrahmung entspricht auch Alpha-Cellulose den Anforderungen. Preislich besteht aber ein Unterschied, ob man eine Baumwoll- oderAlpha-Cellulose-Karton vor sich hat.

Säurefrei sagt gar nichts

Wer sich nach dem Ausgangsmaterial eines Kartons erkundigt, erhält bei korrekter Auskunft einen Hinweis auf die Qualität. Anders ist es bei dem Begriff "säurefrei". Denn selbst ein minderwertiges ligninhaltiges Karton kann mit Calciumcarbonat gepuffert werden, dass er bei seiner Produktion säurefrei ist. Es muss aber nicht so bleiben. Im Gegenteil, auch mit der Aussage "säurefrei" im allgemeinen nicht definiert, ob sich diese Eigenschaft womöglich nur auf die Deckschichten bezieht, nicht aber auf den Kern des Passepartouts. Ein weiterer, häufig verwendeter Begriff ist die Alterungsbeständigkeit. Wird er korrekt angewandt, darf er nur Kartons aus Alpha-Cellulose oder Baumwolle zu gesprochen werden. Eine Alterungsbeständigkeit nur auf eine begrenzte Zeit ist jedoch keine Aussage, die für die Qulitätsbestimmung von Nutzen wäre. Wichtig ist noch die Leimung, die jedoch bei Alpha-Celiulose- und Baumwollkartons selbstverständlich sein sollte.
Häufig werden die Kartons mit Calciumcarbonat gepuffert, um einen Schutz gegen Säuren von außen zu bieten. Bei alten Fotografien ist hier jedoch Vorsicht geboten und ggf. auf ungepufferte Kartons zurück zugreifen. Als Alternative zur Pufferung mit Calciumcarbonat, ist das Alphamat Artcare-Programm, bei dem spezielle Zusätze die Umweltschadstoffe binden und vom Kunstwerk fernhalten sollen.

Auch die Rückwand ist wichtig Um die Qualität von Passepartout wurde über lange Zeit das Thema Rückwand vernachlässigt. Aber auch dieser Karton ist für die konservierende Einrahmung von großer Bedeutung, wenn er mit einem Kunstwerk unmittelbar in Kontakt kommt. Es sollte bei einem Original oder erhaltenswerten Objekt in jedem Fall ein Karton aus Alpha-Cellulose oder Baumwolle eingesetzt werden.

Bessere Deklaration wäre wünschenswert Das Problem der unterschiedlichen Deklaration ist es, weil es keine genaue bzw. verbindliche Definition und auch keine Norm für den Begriff Museumskarton gibt. Wenn es eine Norm dafür geben würde, wäre es aber trotzdem keine Garantie für eine einwandfrei Qualität, aber es wurde den Einrahmern helfen, sich durch den Dschungel der Qualitäten zurecht zu finden und seine Kunden kompetent zu beraten.


Kreative Kantenlösung
-Martin Frerichs "Passepartout 2000" im Aicham-Seminar-

Im Hause Aicham fand im Jahre 2000 ein Seminar "Passepartout 2000" geleitet von Herrn Frerichs statt. Er gab bei diesem Seminar seine Entwicklungen und Ideen weiter.

Für sein "Passepartout 2000 verwendet Herr Frerichs Leichtschaumplatten von Kapa. Diese hat er als optimales Material ausgewählt, da es die saubersten Schnittkanten aufweist. Verwendet werden meistens die 10 mm starke Platte, um die gewünschte Tiefenwirkung zu erzielen.

Die Schrägschnittkante des zugeschnitten Passepartouts wird weiß grundiert. Anschließend kann sie mit lichtechten Vollton-Abtönfarben passend zum Bild eingefärbt werden. Dafür hat er Kaseinfarben benutzt. Die sind lösungsmittelfrei und wasserverdünnbar, nach dem Trocknen jedoch nicht mehr löslich. Der Handel hält eine breite Farbpalette bereit. Auf dieser Basis kann jeder ohne große Erfahrung im Farbenmischen den passenden Ton zum Bild finden. Sogar Fortsetzten des Motivs ist möglich. Der Kreativität wird somit keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist, das bei einem Passepartout von 10 mm Stärke die Luft im Rahmen zirkulieren kann, sonst kommt es leicht zu einem Wärmestau, und Kondenstropfen können sich bilden. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich auf der Vorder- und Rückseite der eingefärbten Kapaplatte ein sauberes Passepartout zu montieren. Auf der Rückseite empfiehlt sich ein Doppelpassepartout, wobei der Zwischenkarton nur aus Passepartoutstreifen besteht: Je ein Streifen wird entlang des unteren und oberen Passepartoutrandes montiert, an den seitlichen Passepartouträndern jedoch nur ein Steg, so dass auf jeder Seite zwei Belüftungsschlitze entstehen.

Nun kann das Experimentieren beginnen. Die gut deckenden Kaseinfarben lassen sich auf die Kapaschnittkanten leicht auftragen. Wenn man diese in mehreren Schichten aufträgt, entsteht ein interessanter Effekt und wenn man die Oberfläche anschließend mit Schmirgelpapier leicht aufbricht, kommen die unterschiedlichen Töne zum Vorschein.

Ein ganz anderen Effekt erzielt man, wenn man als Grundierung ein Fliesen- und Plattenkleber verwendet. Er läßt sich dick auftragen und mit einem Kamm oder anderen Geräten strukturieren. Die Farbe sollte dann anschließend dünn aufgetragen werden, damit die Struktur erhalten bleibt.

Die Teilnehmer diese Seminars haben jede Menge neuer Tips und Techniken mitgenommen.

serienpassepartouts,Passepartout,massenpassepartout
Lastminute Ägypten Friseurbedarf fuer Haare und Kopfhaut 24h-Katalog

Last Minute 2WiD.net Banner